Hä, Italien!?

Flo • 30. Juni 2021

…das war doch gar nicht geplant?!

Richtig! Doch das Schöne an so einer Reise ist, dass man spontan umplanen darf und kann. Und als Caro uns erzählt hat, dass sie während der Zeit, in der wir sie eigentlich in Basel besuchen wollten, gerade selbst ein paar Tage aufbrechen wollte, sind wir ihrer Einladung gefolgt und haben sie und Flo spontan nach Italien begleitet.

 

Wobei, genau genommen waren dann doch auch noch ein paar Tage Urlaub in der Schweiz drin.

Denn genauso spontan, wie wir uns für den Italien-Schlenker entschieden haben, ist auch Caros und Flos Auto kaputtgegangen. Das hieß, selbiges musste erst einmal repariert werden, bevor wir aufbrechen konnten - was uns ein paar freie Tage in Basel ermöglicht hat.

Dadurch hatten wir nicht nur die Gelegenheit, mal die Schweiz straßenmusiktechnisch zu erkunden (und dabei auf einen anderen Straßenmusiker zu treffen, der vielleicht den Rekord für die längste, wenn auch nicht immer ganz tonal reine, kontinuierliche Dauerschleifen-Darbietung von "My Heart Will Go On" auf dem Cello hält), sondern konnten uns auch - ganz wie es in Basel üblich ist - mit einem sog. "Fischli"-Schwimmsack den eiskalten Rhein hinuntertreiben lassen… (Hui, hat dessen Strömung ein Tempo drauf! :D)


Eine entscheidende Erkenntnis verdanken wir zudem dem Pizza-Backen mit Caro: Fleißig am Zutaten schnippeln, wurde ich von der Küchenchefin beauftragt, den Knoblauch für die Tomatensoße vorzubereiten. Ich griff also zu ein, zwei Zehen und begann mein Werk, wurde allerdings jäh von Caro unterbrochen: Ich solle doch gefälligst eine ordentliche Menge nehmen - und mit diesen Worten legte sie mir den Rest der Knolle auf das Brettchen. Ich wollte noch protestieren, aber war weise genug, Caros Kochanweisungen nicht zu widersprechen. (Und außerdem fand ich das Experiment spannend, war ich ja selbst ein großer Knoblauch-Fan.) Also versenkte ich eine komplette Knolle in dem knappen halben Liter Tomatensoße für 4 Personen. Völlig undenkbar, dass das jemals gut und nicht viel zu scharf nach Knoblauch schmecken sollte..! Doch als die Pizzen später frisch dampfend aus dem Ofen kamen, war von der Zauberknolle kaum noch etwas wahrzunehmen - die Schärfe hatte durch die Hitze bei der Zubereitung komplett verflüchtigt. Die Pizza schmeckte himmlisch.


Caro ahnte ja nicht, wie sehr sie an diesem Abend unsere Knoblauch-Koch-Einstellung für immer verändert hatte! :D

 

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Und kaum war das Auto dann repariert, gings auch schon gemeinsam los nach Bella Italia. Unser gemeinsamer Plan war es, in unseren jeweiligen Reisegefährten einfach ohne ein konkretes Ziel durch Italien zu fahren und anzuhalten, wo es uns gut gefällt.


Als erste Station steuerten wir ein kleines Häuschen in einem kleinen Bergdörfchen in der Nähe von Genua an. Tatsächlich hatten Caro und Flo es sich zusammen gekauft, um es nach und nach zu restaurieren und dort immer wieder ein paar Tage Auszeit zu verbringen. Für uns war es schon verrückt, dass die beiden sich mal eben ein - wenn auch kleines - Haus in Italien kaufen konnten. Aber es war absolut malerisch und wir verbrachten den Abend mit einem Apéro am nahegelegenen Meer. Von dort aus ging es weiter die Küste entlang. Wohl am wohlsten fühlten wir uns auf einem kleinen Pinienhain-Stellplatz direkt am Strand, wo Flo noch das fleißige Work&Travel-Arbeitsbienchen mimte und Anna und ich den Tag mit dem Ausarbeiten eines neuen Songs (Mercedes Benz) verbrachten. Den Abend brachten wir dann gemeinsam mit Aperol am Strand zu - gibt es etwas schöneres?!

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Aber auch für ein paar Ausflüge in nahe Städchen, Eis essen in Caros altem Urlaubsort und gemeinsames Frühstücken in der Strandbar gab es Momente - genügend Zeit auf jeden Fall, um uns lange zu unterhalten - über das Leben, die Liebe, über Streits und offene Beziehungskonzepte und langfristige Zukunftspläne. Es war schön, in all diese Themen tiefer einzutauchen.


Aber auch der schönste spontane Kurzurlaub kommt einmal zum Ende: Caro und Flo wollten in den kommenden zwei Wochen noch bis nach Sizilien weiterfahren (ob sie das wohl schaffen würden?), uns trieb es eher Richtung San Marino und von dort aus wieder zurück, unsere Freunde-Besuchs-Runde in der Schweiz und Deutschland fortzusetzen. Also trennten sich unsere Wege wieder.

Vorher hatte Caro jedoch noch geplant, ihren dreißigsten Geburtstag mit uns zu feiern - und wie sich herausstellte, sollte das ein ganz besonderer Abend werden...
Aber das ist eine andere
Geschichte!

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